Und plötzlich war ich da. In Berlin. Wer hätte das gedacht, das kleine Mädchen, nein, die junge Frau, die sich auf den Weg in die Hauptstadt machte. Und nun ist ein Jahr um. Interessante Menschen und Gesichter, die erste eigene Wohnung und viele Erfahrungen. Auf die ein oder andere hätte man sicherlich auch verzichten können. Zu erwähnen wäre da der Fall, noch im nüchternen Zustand, die Treppe herunter, direkt in den Club. Wie der Abend endete, kann man sich wohl denken. Viele liebe Menschen, die einen blieben, die anderen gingen. Aber so ist das hier nun mal. Schnelllebig, chaotisch, stickig und sicherlich auch mal gefährlich. Doch das ist nur die eine Seite. Kommen wir zu der anderen Seite. Die Flohmärkte, die Sonne kitzelt auf der Nase und man weiß einfach nicht ob man dem schönen Altbaugebäude, dem alten glücklichen Pärchen im Kaffee oder der verrückt gekleideten Musikerin Aufmerksamkeit durch ein Lächeln schenken soll. Schlussendlich sieht man alles und erfreut sich daran, noch jede Menge mehr entdecken zu können. Natürlich kommt man spätestens bei dem Anblick des Abwaschs wieder zurück auf den Teppich und weiß, dass das alles kein Traum war. Und bei all den Unternehmungen, von Ort zu Ort ziehen und kein Auge zu machen, hilft auch der kräftigste Concealer nicht. Aber da muss man wohl durch.
Schlussendlich kann ich nach einem Jahr Berlin sagen:
Berlin ist wunderbar. Berlin ist und bleibt ein Abenteuer. Doch weiß ich zu 100 % woher ich komme, ganz genau wer ich bin und welche Menschen zu mir gehören.
Danke dir, Berlin.



















